Piraten-Kandidat holt knapp 1.200 Stimmen

Mit Ernüchterung hat die Piratenpartei ihr Abschneiden bei der Bundestagswahl 2017 zur Kenntnis genommen. Bundesweit landete die Partei bei 0,37% der Zweitstimmen. Unwesentlich besser lief es für den Direktkandidaten der Piraten im Wahlkreis 58, Thomas Ney, der immerhin noch 0,65% der Erststimmen holen konnte. „Das schlechte Abschneiden unserer Partei hat sich über die vergangenen Jahre abgezeichnet. Es ist bedauerlich, dass wir dem allgemeinen Trend auch in Oberhavel nur wenig entgegen setzen konnten“, so Ney, der die Ursachen neben strukturellen Problemen der Partei auch in einer verfehlten inhaltlichen Schwerpunktsetzung sieht. „Wir werden die zwei Jahre bis zur Kommunal- und Landtagswahl nutzen, um das Wahlergebnis zu analysieren und uns inhaltlich wie organisatorisch neu aufzustellen“, versprach der 31-jährige Lehrer, der zugleich Vorsitzender des Kreisverbandes ist. „Den 1.177 Wählern, die mir auch dafür ihr Vertrauen ausgesprochen haben, danke ich herzlich und nehme ihr Votum als Motivation in den anstehenden Aufgaben mit“, so Ney weiter. Die Piratenpartei hatte in Brandenburg nach verbalen Ausfällen eines Listenkandidaten ihre Landesliste komplett zurückgezogen und war lediglich mit fünf Direktkandidaten angetreten.

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